Gasnotruf: 07071 157-112 Störungsdienst: 07071 157-111

Stadtwerke Tübingen
Eisenhutstraße 6, 72072 Tübingen
Tel. 07071 157-300
info@swtue.de

TüBus
Tel. 07071 157-157
tuebus@swtue.de

Öffnungszeiten Kundenservice:
Montag - Freitag 8.00 - 18.00 Uhr

Anfahrt
Mit dem Bus, Linien 4, 7, 13, Haltestelle "Stadtwerke"
Mit dem Auto oder dem Fahrrad

Sie sind hier: Startseite » Privatkunden » Service » Umzugsservice » Rechte und Pflichten

Rechte und Pflichten: In der alten Wohnung

Kündigung

Unbedingt schriftlich kündigen! Eine mündliche Kündigung ist unwirksam. Wichtig: Bei mehreren Mietern müssen alle die Kündigung unterschreiben. Kündigungsfrist beachten: Sie liegt für den Mieter bei drei Monaten zum Monatsende. Maßgeblich ist der Zeitpunkt des Zugangs der Kündigung beim Vermieter.

Schönheitsreparaturen

Sind grundsätzlich nur bei Beschädigung oder einer mehr als üblichen Abnutzung durchzuführen. Klauseln, wonach der Mieter innerhalb fester Fristen, z. B. alle drei Jahre, Schönheitsreparaturen durchführen muss, sind unzulässig. Ebenso eine Klausel, wonach der Mieter bei Auszug die Wohnung vollständig renovieren muss, ohne dass dabei von ihm durchgeführte Schönheitsreparaturen berücksichtigt werden. Zu den Schönheitsreparaturen zählen nur das Tapezieren, Anstreichen oder Kalken der Wände und Decken, das Streichen der Fußböden und der Heizkörper und -rohre, der Innentüren sowie der Fenster und der Außentüren von innen. Dem Mieter steht es frei, ob er die Schönheitsreparaturen selbst durchführt oder einen Handwerker damit beauftragt, solange diese einer mittleren Art und Güte entsprechen.

Kaution

Es gibt keine gesetzliche Frist für die Abrechnung über die vom Mieter bezahlte Kaution. Dem Vermieter steht nach Ende des Mietvertrages eine angemessene Frist zur Abrechnung zu. Deren Länge hängt vom Einzelfall ab. Sind alle Fragen geklärt, z. B. offene Nebenkosten, muss der Vermieter die Kaution jedoch unverzüglich abrechnen und auszahlen. Zinsen nicht vergessen!

Besichtigungen

Der Mieter muss Besichtigungen auch bei gekündigtem Mietvertrag nur in engen Grenzen dulden. Der Vermieter muss die Besichtigungstermine mit potenziellen Nachmietern rechtzeitig vorher ankündigen und auf möglichst wenige Termine beschränken.

Rechte und Pflichten: In der neuen Wohnung

Mietvertrag

Alle Vereinbarungen schriftlich festhalten – denn der Mensch vergisst schnell. Das Kleingedruckte genau lesen. Bei ungeklärten Fragen zu Nebenkosten, Staffelmieten etc. hilft Ihnen der örtliche Mieterverein oder ein Rechtsanwalt weiter.Beachten Sie: Sind im Mietvertrag Kaution, Nebenkosten, Regeln zur Instandhaltung, eventuelle Sondervereinbarungen sowie Einzugs-, Übergabetermin und Wohnungszustand festgehalten?

Maklerkosten

 Die Maklerprovision bei Mietwohnungen unterliegt dem Bestellerprinzip. Das bedeutet, wer den Makler beauftragt, muss ihn auch bezahlen. Für Mieter ist die maximale Höhe der Provision festgelegt. Sie darf nicht höher sein als zwei Monatsmieten ohne Nebenkosten plus die gesetzliche Umsatzsteuer.

Wann darf der Makler keine Provision verlangen?
Es darf keine Provision verlangt werden, wenn kein Miet- oder Kaufvertrag unterschrieben wurde, es sich um eine Sozialwohnung handelt oder der Makler selbst Eigentümer, Vermieter oder Verwalter der Wohnung ist.

Kaution

Ihr neuer Vermieter könnte eine Kaution verlangen. Dann die Höhe schriftlich im Mietvertrag vereinbaren (maximal drei Monatskaltmieten ohne Nebenkosten). Ist eine Kaution in Geld vereinbart, dürfen Mieter die Kaution in drei gleichen Monatsraten zahlen. Die erste Rate ist zu Beginn des Mietverhältnisses fällig.

In welcher Form ist eine Kaution erlaubt?
Statt einer Kaution in Geld können auch andere Sicherheiten vereinbart werden, z. B. die Abtretung oder Verpfändung eines Sparbuches, die Kautionsbürgschaft einer Bank oder Sparkasse sowie eine Gehaltsabtretung.

TIPP: Ihr Vermieter muss die von Ihnen hinterlegte Kaution zum marktüblichen Zinssatz (= Sparbuchzinsen) anlegen.

Einbauten

Wenn Sie beim Einzug in Ihre neue Wohnung beabsichtigen, hohe finanzielle Investitionen zu tätigen, zum Beispiel den Einbau von Parkett, das Verlegen neuer Leitungen etc. dann sprechen Sie mit Ihrem Vermieter. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, Ihre Investition „abzuwohnen“. Schlagen Sie ihm z. B. eine Reduzierung der Miete vor. Auch sollte geregelt werden, was mit diesen Einbauten beim Auszug passiert. Bleiben sie in der Wohnung? Erhält der Mieter dafür einen Ausgleich? Muss der Mieter sie auf seine Kosten entfernen?

Mehr Infos zum Mietvertrag

Deutscher Mieterbund e. V.
Littenstraße 10, 10197 Berlin
Tel. 030 22323-0
Fax 030 22323-100
info@mieterbund.de
www.mieterbund.de