Gasnotruf: 07071 157-112Störungsdienst: 07071 157-111

Stadtwerke Tübingen
Eisenhutstraße 6, 72072 Tübingen
Tel. 07071 157-300
info@swtue.de

Stadtverkehr Tübingen
Tel. 07071 157-157
stadtverkehr@swtue.de

Öffnungszeiten Kundenservice:
Montag - Freitag 8.00 - 18.00 Uhr

Anfahrt
Mit dem Bus, Linien 4, 7, 13, Haltestelle "Stadtwerke"
Mit dem Auto oder dem Fahrrad

Sie sind hier: Startseite » Privatkunden » Netze » Netznutzung » Netznutzungsentgelte » Speicherheizung/Wärmepumpe

Netznutzung nach dem Lastprofilprognoseverfahren für Kunden mit Speicherheizungs- bzw. Wärmepumpenanlagen im Netz der Stadtwerke Tübingen GmbH

Kundenanlagen mit elektrischen Speicherheizungen und Wärmepumpenanlagen im Netz der Stadtwerke Tübingen GmbH (swt) können per Netznutzung nach dem vom Verband der Netzbetreiber (VDN) und der Universität Cottbus erarbeiteten Verfahren der temperaturabhängigen Lastprognose beliefert werden. Das Lastprognoseverfahren ist im VDN-Praxisleitfaden "Lastprofile für unterbrechbare Verbrauchseinrichtungen" beschrieben.

Nachfolgend werden die gemäß dem Praxisleitfaden von jedem Netzbetreiber bereitzustellenden spezifischen Informationen und Festlegungen für das Netz der swt aufgeführt:

  • Die swt wenden für alle Speicherheizungs- bzw. Wärmepumpen-anlagen im Netzgebiet der swt ein gemeinsames temperatur-abhängiges Heizungsprofil mit einer Kurvenschar in 1°-Schritten an. Das temperaturabhängige Lastprofil für Speicherheizungen und das Lastprofil für Wärmepumpen stehen als Download in einer Excel-Datei zur Verfügung.
  • Die swt haben als maßgebliche Temperaturmessstelle für die Tagesmitteltemperatur die Messstelle der meteomedia GmbH in Tübingen (Messstellennummer 108290) festgelegt.
  • Die Istwerte der Tagesmittel-Temperaturen ab dem Jahr 2001 können bei Herrn Peter Hitzfelder (Tel: 07071 157-187) erfragt werden.
  • Der Tagesmittelwert der Außentemperatur errechnet sich als arithmetischer Mittelwert der 24 einzelnen Stundenwerte des betreffenden Tages.

Bei der Anmeldung von Speicherheizungs- oder Wärmepumpenanlagen und für die Prognose des Lastprofils für die Fahrplanmeldung sind folgende Punkte zu beachten:

  • Als Bezugstemperatur für die Speicherheizungs- und Wärmepumpenlastprofile verwenden die swt +17°C.
  • Zum Ausrollen der Speicherheizungs- und Wärmepumpenprofile wird die Tagesmitteltemperatur verwendet.
  • Das Lastprofilverfahren kann für Speicherheizungsanlagen mit Jahresarbeitszählung am Niederspannungsnetz der swt ohne Beschränkung bezüglich Maximalleistung und Jahresarbeit angewendet werden. Auf Wärmepumpenanlagen treffen die üblichen Lastprofilanwendungsgrenzen (bis 100.000 KWh/a) zu.
  • Alternativ ist auf Wunsch des Lieferanten und/oder Kunden auch der Einbau eines Lastgangzählers möglich. Die Netznutzung erfolgt in diesem Fall analog zu Lastgangzählerkunden. Das Netznutzungsentgelt errechnet sich aus dem Leistungs- und Arbeitspreis.
  • Für Speicherheizungs- und Wärmepumpenanlagen, die mittels Lastprofilverfahren beliefert werden sollen, ist im GPKE-Datenaustauschformat im Feld "Zählverfahren" E02 (= Lastprofilkunde) anzugeben. Für den spezifischen Stromverbrauch (a-1) und den Periodenstromverbrauch der Speicherheizungs- oder Wärmepumpenanlage (A-1) sind die von den swt vorgegebenen Werte maßgebend.
  • Die Begrenzungskonstante ist bei Speicherheizungsanlagen auf 0 und bei Wärmepumpenanlagen auf 1 gesetzt.
  • Bei Zweizähleranlagen mit getrennter Messung für Allgemein- und Speicherheizungsverbrauch bzw. Wärmepumpenverbrauch (zwei Zählpunkte) muss jeder Zählpunkt durch den Lieferanten getrennt angemeldet werden. Es sind somit verschiedene Lieferanten für Allgemeinverbrauch und für Speicherheizungs- bzw. Wärmepumpenverbrauch möglich.
  • Bei Einzähleranlagen mit Zweitarifumschaltung (gemeinsame Erfassung des Allgemein- und Speicherheizungs- bzw. Wärmepumpenverbrauchs über einen Zähler) wird die NT-Arbeit als Speicherheizungs- bzw. Wärmepumpenverbrauch und die HT-Arbeit als Allgemeinverbrauch angesetzt und die einschlägigen Lastprofile entsprechend skaliert. Einzähleranlagen werden durch den Lieferanten als eine Kundenanlage angemeldet und können nur von einem Lieferanten beliefert werden (ein Zählpunkt).
  • Bei Einzähleranlagen mit Eintarifzählung und gemischtem Speicherheizungs- bzw. Wärmepumpenanlagen- und Allgemeinverbrauch ist keine Aufteilung auf Allgemein- und Speicherheizungs- bzw. Wärmepumpenverbrauch möglich. Die Netznutzung ist nur zu den Konditionen entsprechend Anlagen mit reinem Allgemeinverbrauch möglich. Alternativ kann der Lieferant bei den swt einen kostenpflichtigen Umbau der Zähleinrichtung beauftragen.