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Gültig ab 01. Januar 2016

Die nachfolgenden Preise und Regelungen für die Nutzung des Stromnetzes der Stadtwerke Tübingen GmbH gelten für den Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016. Eine Anpassung der Preise und Regelungen, insbesondere aufgrund von Rechtsänderungen, regulatorischen Vorgaben oder Marktentwicklungen, behalten wir uns vor.

In den nachfolgenden Preisen für die Berechnung der Netznutzungsentgelte sind folgende Komponenten enthalten:

  • Preise für die Nutzung der Netzinfrastruktur (Vorhaltung und Instandhaltung von Leitungen, Schaltanlagen, etc.)
  • Preise für Systemdienstleistungen (Frequenzhaltung, Spannungshaltung, Versorgungswiederaufnahme, Betriebsführung)
  • Preise für Übertragungsverluste

Bei der Belieferung von Lastprofilkunden (ohne ¼-h-Lastgangmessung) wird ein Arbeits- und ein Grundpreis erhoben. Bei der Belieferung von Kunden mit ¼-h-Lastgangmessung sind folgende Angaben für die Bestimmung des Netznutzungsentgeltes erforderlich:

  • Maximale Leistung eines Jahres (in kW)
  • Jahresarbeit in kWh/a
  • Ort und Spannungsebene (in kV) der Entnahmestelle
  • Jahresbenutzungsdauer (in h)

Die Preise für Messtellenbetrieb, Messdienstleistungen, Abrechnung sowie die KWK-Umlage, die §19-Umlage, die Offshore-Haftungsumlage und die Abschaltumlage werden gesondert in Rechnung gestellt.

Bei Lieferungen an Endverbraucher erhöhen sich die arbeitsabhängigen Netznutzungsentgelte um die entsprechend der Konzessionsabgabenverordnung vom 09.1.1992, in der Fassung vom 22.07.1999, abzuführende Konzessionsabgabe.

Blindarbeit wird, wenn messtechnisch möglich, in Rechnung gestellt, soweit sie 50 % der Wirkarbeit übersteigt.

Die Preise sind freibleibend und als Nettopreise angegeben, zu denen die Umsatzsteuer hinzugerechnet werden muss. Die Umsatzsteuer und künftige, die Netznutzung betreffende Steuern und Abgaben werden mit dem jeweils geltenden Satz auf die Preise aufgeschlagen.

Abweichungen von vereinbarten Lastprofilen, Bestellung von Reservestrom sowie Entgelte für unterjährige Netznutzungen sind unter Berücksichtigung der jeweiligen Situation gesondert zu vereinbaren.

Individuelle Netzentgelte nach § 19 Abs. 2 StromNEV (Atypische Netznutzung)

Ist auf Grund vorliegender oder prognostizierter Verbrauchsdaten oder auf Grund technischer oder vertraglicher Gegebenheiten offensichtlich, dass der Höchstlastbetrag eines Letztverbrauchers vorhersehbar erheblich von der zeitgleichen Jahreshöchstlast aller Entnahmen aus dieser Netz- oder Umspannebene abweicht, so haben Betreiber von Elektrizitätsversorgungsnetzen diesem Letztverbraucher in Abweichung von § 16 StromNEV ein individuelles Netzentgelt anzubieten, das dem besonderen Nutzungsverhalten des Netzkunden angemessenen Rechnung zu tragen hat und nicht weniger als 20 % des veröffentlichten Netzentgelts betragen darf (Atypische Netznutzung).

Zur Ermittlung der erheblichen Abweichung von der Jahreshöchstlast sind die relevanten Hochlastzeitfenster gemäß des Beschlusses BK4-12-1656 der BNetzA in Tabelle 1 (für 2016) bzw. Tabelle 2 (für 2017) dargestellt.

Tabelle 1 - 2016

Entnahmeebene Winter
Jan, Feb, Dez
Frühling
Mrz - Mai
Sommer
Jun - Aug
Herbst
Sep - Nov
Mittelspannung 10:00 - 18:30 entfällt entfällt entfällt
Umspannung
zur Niederspannung
17:45 - 20:00 entfällt entfällt entfällt
Niederspannung 17:45 - 20:00 entfällt entfällt entfällt

Hochlastzeitfenster für 2016 auf Basis der Lastgangdaten September 2014 bis August 2015

Tabelle 2 - 2017

Entnahmeebene Winter
Jan, Feb, Dez
Frühling
Mrz - Mai
Sommer
Jun - Aug
Herbst
Sep - Nov
Mittelspannung 11:00 - 14:45
15:45 - 16:30
17:45 - 19:15
entfällt entfällt entfällt
Umspannung
zur Niederspannung
17:30 - 20:15 entfällt entfällt 17:30 - 19:15
Niederspannung 17:30 - 20:15 entfällt entfällt 17:30 - 19:15

Hochlastzeitfenster für 2017 auf Basis der Lastgangdaten September 2015 bis August 2016

Samstage, Sonntage und in Baden-Württemberg geltende gesetzliche Feiertage sowie Brückentage und der Zeitraum zwischen Weihnachten und Neujahr gelten ganzjährig nicht als Hochlastzeit.

Unter Voraussetzung der Erfüllung der im § 19 Abs. 2 Satz 1 StromNEV genannten Kriterien haben Letztverbraucher die Möglichkeit, einen schriftlichen Antrag zur Erstellung einer Vereinbarung zur Genehmigung eines individuellen Netzentgelts an die Stadtwerke Tübingen GmbH zu stellen. Dem Antrag muss eine ausführliche Beschreibung beigefügt werden, wie der Letztverbraucher sicherstellt, dass sein Bezugsverhalten vorhersehbar und erheblich von der zeitgleichen Jahreshöchstlast der einzelnen Entnahmestellen abweicht.

Die Vereinbarung eines individuellen Netzentgelts bedarf der Anzeige bei der Regulierungsbehörde durch den Letztverbraucher. Dabei sind die Vorgaben der BK4-13-739 der Bundesnetzagentur zu beachten