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Was ist eine moderne Messeinrichtung / ein intelligentes Messsystem?

Das Messstellenbetriebsgesetz unterscheidet zwischen modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen. Diese Unterscheidung ist wichtig, da sie sich durch das gesamte Gesetz zieht und Auswirkungen auf den Umfang der Geräte, deren Funktionen und Kosten hat. Die Begriffe sind in § 2 in den Nummern 7 und 15 des Messstellenbetriebsgesetzes (das Teil des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende ist) definiert.

Die „Moderne Messeinrichtung“ ist ein elektronischer Stromzähler, der über ein digitales Display zur Ablesung des Zählerstandes sowie der aktuellen und historischen Verbrauchs- und ggf. Einspeisewerte verfügt. Die moderne Messeinrichtung wird nicht fernausgelesen.

Das „Intelligente Messsystem“ besteht neben dem digitalen Zähler - der modernen Messeinrichtung - aus einem sogenannten Smart-Meter-Gateway, einer Kommunikationseinheit für die verschlüsselte Fernauslesung der Messwerte. 

Was machen moderne Messeinrichtungen? Wie funktionieren sie?

Moderne Messeinrichtungen veranschaulichen die tatsächlichen Stromverbrauchs- und ggf. Einspeisewerte besser als die bisherigen Zähler. Anders als bei den bestehenden Zählern (z.B. dem „klassischen“ elektromechanischen Ferraris-Stromzähler oder den elektronischen Zählern der alten Generation), an denen man i.d.R. ausschließlich den aktuellen Zählerstand ablesen kann, zeigen moderne Messeinrichtungen zudem den aktuellen Stromverbrauch sowie tages-, wochen-, monats- und jahresbezogene Werte für die letzten 24 Monate.

Nach wie vor wird der Zählerstand ein Mal pro Jahr durch die swt oder den Kunden abgelesen. Da eine moderne Messeinrichtung (mME) im Gegensatz zum intelligenten Messsystem (iMSys) kein Kommunikationsmodul besitzt, können die Messwerte nicht übertragen werden. Eine Steuerung des Zählers von außen ist ebenfalls nicht möglich.

Die modernen Messeinrichtungen sind vom Gesetzgeber als Grundlage zur erfolgreichen Umsetzung der „Digitalisierung der Energiewende“ vorgesehen und bilden damit die Vorstufe zu den intelligenten Messsystemen (iMSys).

Was machen intelligente Messsysteme? Wie funktionieren sie?

Neben einer modernen Messeinrichtung verfügt ein intelligentes Messsystem über ein Smart-Meter-Gateway. Das Smart-Meter-Gateway ist unter anderem eine Kommunikationseinheit. Es kann Zugriffsrechte verwalten, Messwerte verarbeiten und automatisch an mehrere Berechtigte übertragen. Es stellt die „intelligente“ Schnittstelle zum Stromnetz dar.

Die Messwerte werden automatisch, direkt und sicher an Ihren Messstellenbetreiber, Ihren Netzbetreiber (Verteilnetzbetreiber und künftig zudem an den Übertragungsnetzbetreiber) sowie an Ihren Energieversorger und ggf. weitere von Ihnen autorisierte Stellen gesendet. Die Messwerte werden hochverschlüsselt über eine sichere Verbindung übertragen, die der Messstellenbetreiber bereitstellt (z.B. über Mobilfunk GPRS/LTE). Diese Art der Auslesung bedeutet das Ende der Schätzungen bei fehlenden Ablesewerten und das Ende der Ablesungen vor Ort. 

Das Gateway sorgt neben der Möglichkeit der Fernauslesung unter anderem für die Tarifierung (also der Zuordnung der gemessenen Energie zu verschiedenen Tarifstufen) und für die Steuerung von Anlagen bei zusätzlicher Einrichtung einer sogenannten Steuerbox.

Das gesetzlich geregelte Gateway erfüllt dabei die hohen Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit, da es durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert wird.

Übrigens: Ein einzelnes Gateway kann auch für mehrere moderne Messeinrichtungen die sichere Kommunikation übernehmen.

Was macht ein intelligentes Messsystem mit Steuerbox?

Intelligente Messsysteme können zukünftig zusätzlich um eine Steuerbox erweitert werden. Damit werden Verbrauchs- und Einspeiseanlagen hinsichtlich des Energieflusses fernsteuerbar gemacht und wir können Ihnen weitere Services anbieten.

Steuerbare unterbrechbare Verbrauchseinrichtungen sind dabei zum Beispiel Wärmepumpen, Nachtspeicherheizungen und Elektrofahrzeuge. Photovoltaikdachanlagen gehören bspw. zu den fernsteuerbaren Erzeugungsanlagen.

Ist die neu eingesetzte Zählertechnik auch wirklich genau?

Intelligente Messsysteme und moderne Messeinrichtungen unterliegen strengen Vorgaben der deutschen Eichbehörden und des Eichgesetzes. So wird sichergestellt, dass die verbrauchten Strommengen auch korrekt gemessen und abgerechnet werden können. Diese sorgen für einheitliche hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards, unabhängig von Ihrem Energieversorger.

Wie bereite ich die Installation vor?

Sie müssen:

  • zu Hause sein, um den Installateur reinzulassen oder Sie stellen sicher, dass ein von Ihnen ernannter und verantwortlicher Erwachsener zu Hause ist, um dem Installateur den Zugang zu ermöglichen.
  • sicherstellen, dass der Installateur Zugang zu Ihrem bisherigen Stromzähler erhält - stellen Sie sicher, dass er leicht Zugriff hat (der Zähler frei zugänglich ist)
  • wenn Sie Eigentümer eines Neubaus sind und zum ersten Mal ein Zähler installiert wird, ist es Ihre Pflicht den Zählerplatz entsprechend den Anforderungen der Anwendungsregel VDE4101 so zu gestalten, dass der Einbau der (neuen) Technik möglich ist. Diese Regeln werden durch den Netzbetreiber vorgegeben.
Wie lange dauert die Installation?

Die Installation einer modernen Messeinrichtung ist ähnlich einer Installation eines alten Zählers und wird in der Regel nur ca. 15-20 Minuten in Anspruch nehmen. Bei der Installation eines intelligenten Messsystems sind weitere Schritte erforderlich, z.B. die Herstellung der Kommunikationsverbindung. Im Idealfall dauert die Installation eines intelligenten Messsystems ca. 30-40 Minuten.

Alle Installationen werden von voll ausgebildeten Monteuren durchgeführt, um den Prozess der Montage und Inbetriebnahme in Ihrem Haus so kurz wie möglich zu halten. Während der Zähler ersetzt wird, muss Ihr Strom für einige Minuten abgeschaltet werden – dies ist gängige Praxis für Zähler mit Dreipunktbefestigung. EHZ-Zähler können unterbrechungsfrei gewechselt werden.