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Bienen-Themen

Gemeinsames Engagement

Die Azubis von Schwörer Haus kümmern sich als Nachhaltigkeits-Botschafter um einen Azubiwald, halten Bienenvölker, pflegen einen Bienenlehrpfad. Sie haben eine Vogelbeobachtungsstation auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Münsingen geplant und realisiert, organisieren Schüler-Projekte und nehmen an Aktionen des Landes und Bundes teil.

Buch-Tipp: Wildbienen

Wer mehr über Wildbienen und deren Schutz wissen möchte, für den haben wir einen besonderen Buchtipp. 

Paul Westrich hat über 30 Jahre Wildbienen erforscht, dokumentiert und diese publiziert.

Das Buch erhalten Sie ganz regional bei der Osianderschen Buchhandlung in Tübingen oder online: www.osiander.de

Vortrag: Wildbienen kennen, fördern & schützen

Hinweis auf einen interessanten Vortrag der Volkshochschule Tübingen

Referent: Dr. Matthias Küchler

Thema: Artenvielfalt und Besonderheiten von Wildbienen - Nisthilfen für Wildbienen inklusive Bezugs- und Do-it-yourself-Möglichkeiten - Nahrungs- und Nestbaupflanzen für ausgewählte Wildbienenarten

Wann: Freitag, 15.01.2021 von 19:00-20:30 Uhr (ohne Gebühr)

ZOOM Online-Seminar (Volkshochschule Tübingen)

Veränderung des Lebensraums für Bienen während der Corona-Zeit

Für Wildbienen und Honigbienen ist es vorteilhaft, dass bestimmte Dinge, wie zum Beispiel Flugverkehr und PKW-Verkehr, nur eingeschränkt stattfinden. Somit nimmt langfristig die Luftverschmutzung ab, was den Bienen zu Gute kommt.

Auch hatten Privatpersonen während den Kontaktbeschränkungen mehr Zeit zum Gärtnern. Viele nutzten die freie Zeit, um den Garten oder Balkon auf Vordermann zu bringen und bienenfreundliche Pflanzen wie zum Beispiel Duftnessel, Lupine, Kornblume oder auch Himbeere zu setzen.

Was für die Menschen derzeit eher eine große Herausforderung ist - nämlich die Zeit mit Corona - hat für den Bestand und Lebensraum der Bienen sehr positive Auswirkungen.

Sommerbiene

Als Sommerbienen werden die Bienen bezeichnet, die uns klassischerweise im Sommer auf Wiesen und in Gärten begegnen. Sie schlüpfen zwischen Frühjahr und Spätsommer. Die Lebenserwartung der Sommerbiene beträgt 5 - 6 Wochen und ist im Vergleich zur Lebenserwartung der Winterbienen sehr kurz.

Daraus erfolgt auch, dass es in einem Sommerhalbjahr weit mehr als eine Generation von Sommerbienen gibt. Die Sommerbienen unterscheiden sich anatomisch nicht von den Winterbienen.

Die Sommerbiene durchlebt die üblichen Zyklen einer Arbeiterin: Putzbiene, Ammenbiene, sowie Honigmacherin und Baubiene. Im Sommer ist das Bienenvolk größer als im Winter, weil es mehr zu tun gibt.

Mitmach-Aktion Dezember 2019

Bei unserer Mitmach-Aktion im Dezember gab es 10 Bienen-Ausstecherle zu gewinnen - natürlich mit passendem Honig-Plätzchen-Rezept.

Varroamilbe – schlimmster Feind der Honigbiene?

Imker erleben immer mehr Verluste in ihren Bienenvölkern, viele kommen nicht durch den Winter. Die Varroamilbe greift vor allem Honigbienen an und ist schwer zu bekämpfen. Wie gehen Imker damit um? Das haben wir Andreas Betz, Hobby-Imker und Mitglied im Imkerverein Rottenburg am Neckar gefragt.

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„Ein fleißiger Imker kann die Varroamilbe in den Griff kriegen“, sagt Hobby-Imker Andreas Betz, der mit seiner Freundin sechs Bienenstöcke im Naturschutzgebiet am Martinsberg in Rottenburg betreibt. Doch wie funktioniert das? Auf zwei Weisen. „Die Milbe setzt sich vor allem in die Brut der Drohnen. Schlüpfen die Drohnen, sind sie also schon von der Milbe befallen.“ Damit sich der Parasit nicht im gesamten Bienenstock verbreitet, muss der Imker die Drohnenbrut vorher herausholen. „Der Drohnenrahmen ist ein Leerrahmen ohne Drähte und Wachsmittelwand. Im Frühling setze ich etwa alle zwei Wochen einen davon in jeden Bienenstock. Innerhalb von wenigen Tagen bauen die Bienen den leeren Drohnenrahmen aus und die Königin legt ihre Eier hinein. Dann dauert es etwa zwei Wochen. Sobald die Drohnenbrut verdeckelt ist, also mit Wachs zugedeckt ist, wird sie aus der Wabe geschnitten. Die ausgeschnittene Drohnenwabe wird entsorgt, um den Stock vor der Varroamilbe zu schützen“, erklärt Andreas Betz. Am Ende des Bienenjahres, etwa Anfang August, jedoch erst wenn die Honigernte beendet ist, beginnt die Behandlung mit Ameisensäure. „In Deutschland sind nur die natürlichen Mittel Oxalsäure und Ameisensäure zur Bekämpfung der Milbe zugelassen. Die Behandlung mit Ameisensäure muss an warmen Tagen durchgeführt werden, hierzu stelle ich ein Fläschchen davon in den Bienenstock, sodass die Säure verdunstet. Unten in den Stock lege ich ein weißes Tuch. Durch die Ameisensäure fallen die Milben von den Bienen ab. Auf dem Tuch kann nun den Befall durch die Milbe zählen und entscheiden, ob ich nachbehandeln muss.“ Im Winter ist dann die Behandlung mit Oxalsäure dran. Alles in allem schön viel Aufwand. Der Imker sorgt hierdurch dafür, dass der Bestand der Honig erhalten bleibt. „Das Insektensterben trifft jedoch vor allem die Wildbienen, Hummeln und Insekten. Durch Monokulturen entsteht ein sehr einseitiges Nahrungsangebot, Pestizide und veränderte Umweltbedingungen sind hierfür hauptsächliche Ursachen“, sagt Andreas Betz nachdenklich.

Insektensterben?

Es ist alarmierend: Die Biomasse an Fluginsekten in Deutschland ist in den letzten 30 Jahren über 75 Prozent geschrumpft.

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Die Wissenschaftler der Radboud University führten eine Studie über 27 Jahre durch, in der sie an 63 Naturschutzarealen Insekten fingen und das Gewicht aufzeichneten. Das Ergebnis ist alarmierend: Die Biomasse an Fluginsekten in Deutschland sei seit 1989 über 75 Prozent geschrumpft. Für die meisten reicht jedoch schon eine Fahrt auf der Autobahn, um denselben Eindruck zu bekommen: Früher war die Windschutzscheibe voller Insekten – heute? Freie Sicht. Neben dem Rückgang der Masse an Insekten steht der in gleichem Maße schockierende Artenverlust: In einer Präsentation zum Insektensterben wertet der NABU Naturschutzbund verschiedene deutsche wie internationale Studien aus. Sogar in Naturschutzgebieten wie dem Waldbiotop Burgaue in Sachsen sei ein Artenverlust unter Wildbienen und Wespen von fast 50 Prozent in den Jahren 2002-2016 zu beobachten. Ähnlich alarmierende Zahlen liefern etwa Studien aus Großbritannien, den Niederlanden oder Ungarn zu verschiedenen Insekten, darunter Laufkäfer, Schwebefliegen, Tag- und Nachtfalter, sowie Schmetterlinge.

Insekten bilden als Bestäuber, natürliche Schädlingsregulierer, Nahrung für Vögel und andere kleine Tiere die Basis unseres Ökosystems. Deshalb ist es unerlässlich, sie zu schützen – und das wollen wir mit Ihnen gemeinsam tun. Mit vielen kleinen Dingen, die wir in unserem Alltag umsetzen können. Machen Sie mit – in jedem steckt ein Held.