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Bienen-Themen

Mitmach-Aktion Dezember 2019

Bei unserer Mitmach-Aktion im Dezember gab es 10 Bienen-Ausstecherle zu gewinnen - natürlich mit passendem Honig-Plätzchen-Rezept.

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Folgende Frage haben die Gewinnerinnen und Gewinner beantwortet:

Welche Plätzchensorte backen Sie am liebsten?

Viele tolle Plätzchensorten sind in den Kommentaren auf Instagram gepostet worden. Mit dieser Aktion wollten wir darauf aufmerksam machen, dass man auch beim Honig-Kauf einen Unterschied machen kann. Denn gerade zur Weihnachtszeit gibt es viel Gebäck mit Honig. Leisten Sie einen Beitrag für das Wohlergehen der Bienen, indem Sie auf regionalen Honig von Bio-Imkern setzen, die ihre Bienenstöcke  in der Nähe von ökologischen Kulturen oder Wildpflanzen aufstellen. Unsere Bienen-Plätzchen sind mit Honig aus dem „Imkerlädle“ Ammerbuch gebacken.

Varroamilbe – schlimmster Feind der Honigbiene?

Imker erleben immer mehr Verluste in ihren Bienenvölkern, viele kommen nicht durch den Winter. Die Varroamilbe greift vor allem Honigbienen an und ist schwer zu bekämpfen. Wie gehen Imker damit um? Das haben wir Andreas Betz, Hobby-Imker und Mitglied im Imkerverein Rottenburg am Neckar gefragt.

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„Ein fleißiger Imker kann die Varroamilbe in den Griff kriegen“, sagt Hobby-Imker Andreas Betz, der mit seiner Freundin sechs Bienenstöcke im Naturschutzgebiet am Martinsberg in Rottenburg betreibt. Doch wie funktioniert das? Auf zwei Weisen. „Die Milbe setzt sich vor allem in die Brut der Drohnen. Schlüpfen die Drohnen, sind sie also schon von der Milbe befallen.“ Damit sich der Parasit nicht im gesamten Bienenstock verbreitet, muss der Imker die Drohnenbrut vorher herausholen. „Der Drohnenrahmen ist ein Leerrahmen ohne Drähte und Wachsmittelwand. Im Frühling setze ich etwa alle zwei Wochen einen davon in jeden Bienenstock. Innerhalb von wenigen Tagen bauen die Bienen den leeren Drohnenrahmen aus und die Königin legt ihre Eier hinein. Dann dauert es etwa zwei Wochen. Sobald die Drohnenbrut verdeckelt ist, also mit Wachs zugedeckt ist, wird sie aus der Wabe geschnitten. Die ausgeschnittene Drohnenwabe wird entsorgt, um den Stock vor der Varroamilbe zu schützen“, erklärt Andreas Betz. Am Ende des Bienenjahres, etwa Anfang August, jedoch erst wenn die Honigernte beendet ist, beginnt die Behandlung mit Ameisensäure. „In Deutschland sind nur die natürlichen Mittel Oxalsäure und Ameisensäure zur Bekämpfung der Milbe zugelassen. Die Behandlung mit Ameisensäure muss an warmen Tagen durchgeführt werden, hierzu stelle ich ein Fläschchen davon in den Bienenstock, sodass die Säure verdunstet. Unten in den Stock lege ich ein weißes Tuch. Durch die Ameisensäure fallen die Milben von den Bienen ab. Auf dem Tuch kann nun den Befall durch die Milbe zählen und entscheiden, ob ich nachbehandeln muss.“ Im Winter ist dann die Behandlung mit Oxalsäure dran. Alles in allem schön viel Aufwand. Der Imker sorgt hierdurch dafür, dass der Bestand der Honig erhalten bleibt. „Das Insektensterben trifft jedoch vor allem die Wildbienen, Hummeln und Insekten. Durch Monokulturen entsteht ein sehr einseitiges Nahrungsangebot, Pestizide und veränderte Umweltbedingungen sind hierfür hauptsächliche Ursachen“, sagt Andreas Betz nachdenklich.

Bienen, Bienen, Bienen

Ab Januar 2020 stellen wir vom TüNet Team jeden Monat eine Bienen- oder Hummelart vor.

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In Deutschland leben laut dem NABU Naturschutzbund über 580 Wildbienenarten, darunter 37 Hummelarten – die vom Menschen gehaltenen Honigbienen noch nicht mitgerechnet. Von schneeweiß-gepunktet bis komplett schwarz, im Staat organisiert oder Einzelkämpfer, auf bestimmte Blühpflanzen spezialisiert oder Nahrungsgeneralisten: Die Welt der samtweichen Fleißträger birgt spannende Facts, die uns dabei helfen, die Bienen zu schützen. Ab Januar werden wir vom TüNet Team jeden Monat eine Bienenart vorstellen, zusammen mit Tipps für den Garten oder Balkon. Schon mit ein paar nektarreichen Blüten können Sie einen wichtigen Beitrag leisten – gemeinsam können wir Großes erreichen.

Insektensterben?

Es ist alarmierend: Die Biomasse an Fluginsekten in Deutschland ist in den letzten 30 Jahren über 75 Prozent geschrumpft.

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Die Wissenschaftler der Radboud University führten eine Studie über 27 Jahre durch, in der sie an 63 Naturschutzarealen Insekten fingen und das Gewicht aufzeichneten. Das Ergebnis ist alarmierend: Die Biomasse an Fluginsekten in Deutschland sei seit 1989 über 75 Prozent geschrumpft. Für die meisten reicht jedoch schon eine Fahrt auf der Autobahn, um denselben Eindruck zu bekommen: Früher war die Windschutzscheibe voller Insekten – heute? Freie Sicht. Neben dem Rückgang der Masse an Insekten steht der in gleichem Maße schockierende Artenverlust: In einer Präsentation zum Insektensterben wertet der NABU Naturschutzbund verschiedene deutsche wie internationale Studien aus. Sogar in Naturschutzgebieten wie dem Waldbiotop Burgaue in Sachsen sei ein Artenverlust unter Wildbienen und Wespen von fast 50 Prozent in den Jahren 2002-2016 zu beobachten. Ähnlich alarmierende Zahlen liefern etwa Studien aus Großbritannien, den Niederlanden oder Ungarn zu verschiedenen Insekten, darunter Laufkäfer, Schwebefliegen, Tag- und Nachtfalter, sowie Schmetterlinge.

Insekten bilden als Bestäuber, natürliche Schädlingsregulierer, Nahrung für Vögel und andere kleine Tiere die Basis unseres Ökosystems. Deshalb ist es unerlässlich, sie zu schützen – und das wollen wir mit Ihnen gemeinsam tun. Mit vielen kleinen Dingen, die wir in unserem Alltag umsetzen können. Machen Sie mit – in jedem steckt ein Held.

Aktion Juli 2019: Blumen zu gewinnen

Bei unserer Mitmach-Aktion im Juli gab es viel Blühfreude zu gewinnen: "Seedbombs" von den Stadtgärtnern.

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Auf Facebook und Instagram verlosten wir vom TüNet-Team insgesamt 25 Samenbomben-Päckchen für bienenfreundliche Blühpower. Die Aktion können Sie auf der Facebook-Page und dem den Instagram-Account Stadtwerke nachverfolgen. Gemeinsam mit unseren Followern sorgten wir so für richtig viele "Bienenmagneten" auf Balkons und in den Gärten.

Gemeinsam bringen wir Tübingen zum Blühen!