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Gemeinsam für ein besseres Morgen!

Was ist ein Bienenbotschafter?

Bienenbotschafterinnen und -Botschafter sind für uns Menschen, die sich für den Schutz der Bienen und Insekten einsetzen. Sei es eine selbst angelegte Blühwiese, ein im Garten platziertes Insektenhotel oder einfach nur eine Topfblume auf dem Fensterbrett - für uns zählt das Mindset. Gemeinsam wollen wir das Thema Bienen- und Insektenschutz verbreiten und kleine bienenfreundliche Aktionen in den Alltag integrieren. Wir glauben daran: Zusammen werden viele kleine Beiträge Großes bewirken.

Gabriella Cardinale, Hobby-Gärtnerin

„Ich bringe meinen Kindern bei, dass man Insekten nicht einfach töten darf“

Gabriella Cardinale ist leidenschaftlich gerne in ihrem Garten. Zusammen mit ihrer Familie pflanzt die Mitarbeiterin der Abteilung TüBus der Stadtwerke Tübingen allerlei feines Obst und Gemüse: Tomaten, Kürbis, Zucchini, Kräuter, Äpfel, Kirschen, Erdbeeren, …

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Dabei ist ihr besonders wichtig, dass Insekten viel Nahrung finden können. „Für mich ist das Insektensterben ein großes Thema, auch in der Erziehung. Ich bringe meinen Kindern bei, dass man Wespen oder Bienen nicht einfach erschlagen darf. Auch wenn sie unbeliebt sind, sind sie ein wichtiger Teil unserer Natur.“ Zum Advent hat sie ihren Mann mit einem besonderen Geschenk überrascht: Ein Adventskalender mit seltenen Bio Blumen- und Gemüsesamen: vier besondere Küchenkräuter, 15 seltene, alte Gemüsesorten, drei bemerkenswerte Blühpflanzen, eine leckere Beerensorte, eine sehr wichtige Heilpflanze. Ökologisch, nachhaltig, regional. Alle Sorten sind gute Nektar- und Pollenspender für Honigbienen, Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und weitere Insekten. „Er war echt begeistert, ich bin schon gespannt auf nächstes Jahr, wenn wir die Samen aussäen.“ Im ganzen Haus und auf dem Balkon verteilt stehen bei den Cardinales große Kübel mit bienenfreundlichen Blumen, und natürlich Sonnenblumen im Garten. Sie denken darüber nach, sich dem Imkern zu widmen – „aber dazu müssen die Bäume im Garten noch etwas mehr Blüten tragen!“

Reiner Zinser, Streuobstwiesenbetreiber

„Im Wein direkt an unserem Haus tummeln sich die Insekten“

„Als Privatperson vermeide ich Pestizide, um Insekten zu schützen“, erzählt Reiner Zinser, Kommunalbetreuer im Bereich Unternehmensentwicklung bei den Stadtwerken Tübingen. Von seinen 4000m2 Garten in Freudenstadt im Schwarzwald ist über die Hälfte naturbelassen, auf den restlichen 1,5km2 stehen Streuobstbäume.

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„Für meine Streuobstwiesen bin ich auf die Hilfe der umliegenden Bauern angewiesen. Sie mähen die Wiesen mit ihren Hochgrasmähern zweimal im Jahr für mich.“ Reiner Zinser hat zahlreiche Obstbäume auf seinem Stückle stehen: Äpfel, Zwetschgen, Mirabellen und Birnen. Da kommen keine Pestizide ran. Über das Blütenmeer freuen sich im Frühling vor allem die Honigbienen seines Nachbars. „In manchen Jahren ist die Ernte schlecht, da faulen die Früchte schon am Stamm. Insekten freuen sich darüber aber natürlich umso mehr.“ Das Laub lässt er im Herbst liegen, und trägt es für die Igel auf große Haufen zusammen. Für ihn ist die viele naturnahe Arbeit und sein Engagement für Insekten und Vögel selbstverständlich. „Wir haben so viele Schwalben bei uns im Garten. Mein Nachbar hat auch in meine Bäume Vogelhäuser aufgehängt. Da finden sie noch genügend Nahrung, im Gegensatz zu vielen anderen Gegenden.“ In seiner Freizeit baut Reiner Zinser Hochbeete für seine Frau, die Gemüse, Salat und Kräuter anpflanzt. In großen Blumenkübeln blühen Wiesenblumen rund um das Haus herum. „Und nicht zu vergessen die Weinstöcke, die sich an unserer Hauswand entlangwinden. Da tummeln sich die Insekten nur so.“

Joachim Maul, Hobby-Imker und Ortsvorsteher Wendelsheim

„Nicht viel schwätzen, sondern tun!“

„Das Insektensterben kriegt man selbst mit. Bei uns im Ort gab es früher jede Menge Schwalben. Heute ist der Bestand drastisch zurückgegangen – sie finden einfach keine Insekten mehr für ihre Jungen.“ Joachim Maul ist Sachgebietsleiter des Gebäudemanagements bei den Stadtwerken Tübingen und in seiner Heimatstadt Rottenburg am Neckar vielfach engagiert.

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Als Ortsvorsteher der Verwaltungsstelle Wendelsheim geht er mit starken Taten voran: Waldaufräumen („Gemarkungsputzete“) mit dem Kindergarten oder mit Schulkindern, Trockenmauern bauen als Rückzugsorte für Insekten, Blühflächen anlegen für Bienen, alte Baumalleen schützen – Joachim Maul ist stolz auf die vielen Naturschutzaktionen der Wendelsheimer. „Er selbst betreibt mehrere Streuobstwiesen mit 30 Zwetschgen-, Birnen und Apfelbäumen, ist Mitglied beim Bezirksverein der Imker Rottenburg e.V. und versorgt gemeinsam mit einem Freund drei Bienenvölker. „Mir geht es nicht so sehr bzw. nicht nur um den Honig, sondern vielmehr darum, zum Erhalt der Bienen beizutragen. Ohne Bienen gibt es kein Leben mehr auf dieser Erde.“ Seine Wiesen lässt er den ganzen Sommer blühen, und mäht sie erst im Herbst mit einem Hochgrasmäher ab. „Gott sei Dank gibt es immer mehr Landwirte, die auch kleine Streuobstwiesen abmähen, um das Gras zu heuen.“ Er wünscht sich, dass das überall so wird. „Auf den kleinen Flächen ist das natürlich mehr Aufwand – aber so können die Wiesen das ganze Jahr über blühen. Für die Zukunft wäre das ein gutes Ziel.“

Karin Streicher, stv. Abteilungsleiterin TüBus

„Insektenschutz ist mir unglaublich wichtig“

„Früher gab es in meinem Viertel viele Gärten mit alten Obstbäumen, Hecken und Sträuchern. Doch die verschwinden mehr und mehr, und nichts kommt nach. Stattdessen versiegeln viele Leute die Flächen oder pflanzen Rasen“, erzählt Karin Streicher, stellvertretende Leiterin der Abteilung TüBus. „Das war für mich der Anlass zu sagen: Wir müssen etwas für die Bienen tun!“

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Ganz konkret setzt sie das in ihrem Garten um: Zahlreiche Blumenbeete mit Sonnenblumen, Lavendelstauden oder rotem Basilikum – den lieben die Bienen. Dazu kommt ein Gemüsegarten mit verschiedenen Gemüsesorten von Kürbis bis Zucchini. Karin Streicher bewirtschaftet alles ökologisch und verzichtet bewusst auf Schädlingsbekämpfungsmittel. Als Dünger nimmt sie Pferdemist vom Bauern, mit Hausmitteln wie Magermilch bekämpft sie die Pilzkrankheit Mehltau. „Wir achten auf die Tiere, mir kommen keine künstlichen Mittel in den Garten.“ Der Erhalt der Insekten ist ihr ein besonderes Herzensanliegen. Viele Bienen fänden in modernen Gärten ohne Bäume und Sträucher keine Nahrung mehr. Das sei auch oft eine Frage der Bequemlichkeit. „Ich würde mich freuen, wenn wieder mehr Leute an die Bienen denken würden.“

Wolfgang Holocher, Streuobstwiesenbesitzer

„Man muss im Kleinen anfangen – wenn das viel mehr Leute tun würden, könnten wir gemeinsam Vieles erreichen“

„Vergleicht man eine Autofahrt heute und vor 15 Jahren, so waren früher die Scheiben schon nach kurzer Zeit voller Insekten. Heute kann man hunderte von Kilometern fahren – nichts ist auf der Scheibe.“ Wolfgang Holocher, langjähriger Mitarbeiter im Gebäudemanagement der Stadtwerke, findet das erschreckend.

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In seiner Freizeit betreibt der Hobbygärtner eine Streuobstwiese in Neckartailfingen. 13 Obstbäume, darunter hauptsächlich alte Apfelbaumsorten wie Goldparmänen oder Jakob Fischer blühen jedes Frühjahr und versorgen viele Insekten mit frischen Nektar. „Am liebsten würde ich meine Wiesen nur zweimal im Jahr mähen, doch dafür habe ich leider nicht das richtige Gerät“, erklärt er. Dafür hat er eine gute Lösung gefunden: Wenn wilde Blumen aufgehen, lässt er „Blühinseln“ überall auf der Wiese stehen. Auf seinem Balkon hat er außerdem eine eigene kleine Lupinenzucht eingerichtet. Sobald die kleinen Pflanzen heranwachsen, setzt er sie in sein Lupinenbeet auf der Streuobstwiese. Vor allem Bienen und Hummeln lieben die blauen Blüten. „Man muss im Kleinen anfangen – wenn das viel mehr Leute tun würden, könnten wir gemeinsam Vieles erreichen.“

Eveline Weinmann vom Bereich Kunden der SWT

„Das Insektensterben ist eine Tatsache“

Eveline Weinmann ist bei den Stadtwerken Tübingen im Bereich Kunden tätig. Bei Ausflügen mit dem Rad auf der Schwäbischen Alp fallen ihr immer häufiger Blühstreifen ins Auge. „Ich bin ein neugieriger Mensch, deshalb habe ich bei den Bauern nachgefragt. Sie machen das in Eigeninitiative, und haben extra zusammengelegt, um Samen für die Blühstreifen zu kaufen.“, lobt die Hobbygärtnerin. „Jahrelang waren die Blumen von den Äckern verschwunden, nun sind sie wieder da!“

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Zuhause auf ihrem Balkon hat sie eine nachhaltige Hobby-Blumenzucht begonnen: In großen Kübeln wachsen neben Rosen, Himbeeren, Johannisbeeren die bienenfreundlichen Blumen der Gönninger Blühmischung vom Samen Fetzer. Was auf dem Balkon keinen Platz mehr hat, bringt Eveline Weinmann zu ihrem Vater in den Garten. „Mein Vater samt die meisten Pflanzen immer noch selbst aus“, erklärt sie. Was viele als Unkraut ausreißen, lassen die beiden extra für die Insekten im Garten stehen. „Alles was blüht, ist für mich ein Geschenk der Natur.“

Biene Klara von der TüNet

"To bee or not to bee – das ist die Frage!"

Mein Name ist Klara. Sie kennen mich. Denn ich bin schon lange das Wappentier und Maskottchen der TüNet. Heute kläre ich ausnahmsweise keinen telekommunikativen Sachverhalt, sondern ich werbe in eigener Sache. Schließlich sind viele Insekten und auch wir Bienen gefährdet. Das wiederum gefährdet die Landschaft in unserer Region und ihre typischen Streuobstwiesen.Deshalb engagiert sich die TüNet für uns Bienen und die Insekten in unserer Region. Sie startet eine eigene Kampagne und lädt alle ein, sich zu beteiligen: Aktionen und Veranstaltungen bringen das Thema in jeden Winkel der Stadt. Machen Sie mit, denn es geht um Sein oder Nicht-Sein!