Gasnotruf: 07071 157-112 Störungsdienst: 07071 157-111

Stadtwerke Tübingen
Eisenhutstraße 6, 72072 Tübingen
Tel. 07071 157-300
info@swtue.de

TüBus
Tel. 07071 157-157
tuebus@swtue.de

Öffnungszeiten Kundenservice:
Montag - Freitag 8.00 - 18.00 Uhr

Anfahrt
Mit dem Bus, Linien 4, 7, 13, Haltestelle "Stadtwerke"
Mit dem Auto oder dem Fahrrad

Sie sind hier: Startseite » Geschäftskunden » Telekommunikation » Aktuell » News und Events » Vom Güterbahnhof zum digitalen Umschlagplatz

Vom Güterbahnhof zum digitalen Umschlagplatz

Was auch wächst, ist das Glasfasernetz der Stadtwerke. Mit einer Länge von 172 Kilometern ist es bereits gut ausgebaut und bemerkenswert eng geknüpft. Ein Standortvorteil, den in der Unistadt viele zu schätzen wissen: Sie nutzen die ultraschnellen Glasfaserverbindungen schon heute, manche bereits seit vielen Jahren.

Strategischer Ausbau statt Einzelfallbetrachtung

Ein guter Grund einmal näher zu beleuchten, mit welchen Kriterien die TüNet den Ausbau des Tübinger Netzes vorantreibt. "Ob wir nun in bestehender Bebauung oder in einem Neubaugebiet planen - die Herangehensweise ist immer ganz individuell", erläutert Jens Steinmetz. Er ist Bachelor of Engineering Elektrotechnik mit dem Studienschwerpunkt Telekommunikation (FH) und seit gut anderthalb Jahren bei der TüNet. Neben der technischen Netzdokumentation und der persönlichen Betreuung der Projekte und ihrer Ansprechpartner beim Kunden kümmert er sich hier vorrangig um den Netzausbau. Wichtig ist ihm der strategische Ansatz: "Wir betrachten Erschließungsgebiete im Bestand und Neubaugebiete immer unter folgenden Gesichtspunkten: Wie gut ergänzen neue Gebiete das bestehende Netz, und wie erzeugen wir möglichst wirtschaftlich Synergieeffekte?", führt Steinmetz aus. Ziel ist es, unabhängig vom Einzelfall zu einem integrierten Ausbau zu kommen, von dem das Netz insgesamt profitiert. Die kluge Konzeption des Tübinger Glasfasernetzes als Ring ermöglicht zudem eine Redundanz, die im Störungsfall dafür sorgt, dass die Leitung nicht ausfällt.

Keine nachträglichen Erd- und Grabarbeiten mehr

Bei lockerer Bebauung sind oft andere Verlegetechniken kostengünstiger als bei enger Bebauung, wo Micropipes meist das Mittel der Wahl sind. Erstmals wurden diese Mikroröhrchen als vorausschauende Arbeitsweise beim Ausbau der Mühlstraße eingesetzt, jetzt kommt sie ganz aktuell beim Entwicklungsgebiet auf dem ehemaligen Güterbahnhof-Areal zum Tragen. In enger Abstimmung mit den Stadtplanern, Architekten und Ingenieuren wurde schon lange vor Baubeginn definiert, wo überall Leerrohre verlegt werden sollen. Im Fall des Güterbahnhofgeländes wird dies annähernd flächendeckend der Fall sein. Der große Vorteil: Sind die Leerrohre erst einmal verlegt, braucht es für die endgültige Erschließung mit Glasfaser keine Erd- und Grabarbeiten mehr - sie wird einfach in die vorverlegte Micropipe-Infrastruktur eingeblasen.

Wettbewerbsvorteile durch Synergieeffekte

Synergieeffekte ergeben sich auch durch die Kopplung von Glasfaser- Erschließung mit Wasser, Strom, Gas oder Fernwärme. Hier hat die TüNet als Teil der Stadtwerke-Familie einige Wettbewerbsvorteile gegenüber konventionellen Telekommunikationsanbietern. Schließlich ist es einfach günstiger, wenn nur einmal gegraben werden muss und wenn in einem Graben mehrere Versorgungsleitungen zugleich verlegt werden. Dazu gehört einiges an Vorausdenken und Koordination: Prozesse, die bei den Stadtwerken über Jahre gewachsen sind und die permanent verfeinert werden.

Wenn dann in einigen Wochen auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs die ersten Bagger anrollen und die Neubauten mit Leerrohren erschlossen werden, mutiert der ehemalige Güterbahnhof bald zum digitalen Umschlagplatz. Die strategischen Planer der TüNet sind dann allerdings schon längst mit neuen Projekten betraut. Über die Grobplanung und die Feinplanung bis zur Freigabe erforschen sie dann anderswo die besten Lösungen: für ein immer besser ausgebautes Tübinger Glasfasernetz.

Zurück