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@Home mit Kollegen und der Welt verbunden

Eltern wurden über Nacht zu Lehrern, die arbeitende Bevölkerung in weiten Teilen ins Heimbüro verbannt. Die innerfamiliären Beziehungen wurden ebenso auf teils harte Proben gestellt wie die Datenleitungen. Als Beispiel: Zwei Schüler, zwei arbeitende Elternteile – und alle wollen sie simultan telefonieren, streamen, videokonferenzen und Daten hoch- und runterladen, während der Kühlschrank automatisch die ausgehende Milch zum Kaffee nachbestellt? Herzlichen Glückwunsch zur   Eintrittskarte in die smarte Welt des virtuellen Arbeitens. Nur: So schlagartig hätte sich das keiner erträumt. Und auch nicht erwartet. Sonst hätte man ja noch schnell Druckertinte nachbestellt, Papier oder ein neues Tablet.

DAS WISSEN WAR DA, DIE UMSETZUNG NICHT IMMER

Dabei sind viele Erkenntnisse zur Digitalisierung unserer Welt überhaupt nicht neu. Nur dachten sich viele, dass das alles vielleicht noch ein wenig Zeit hat.

Thorsten Schwäger, bei der IHK verantwortlich für Digitalisierung und Infrastruktur, ist selber Vater zweier Söhne und auch im Homeoffice. Er staunt, wie unterschiedlich die Schulen seiner Söhne die Krise bewältigen und stellt nüchtern fest, dass man natürlich nicht so effektiv arbeiten kann, wenn alle den ganzen Tag zuhause sind. Trotzdem bricht er eine Lanze für die modernen digitalen Möglichkeiten des Lernens und Arbeitens. In einigen Mitgliedsunternehmen der IHK sieht er allerdings   Nachholbedarf: „Die Unternehmen sollten sich auf ein anderes Denkmodell einlassen, was selbstständiges und freies Arbeiten betrifft“, so seine Erkenntnis. „Dabei tun sich gerade familiengeführte Mittelständler schwer, während ganz kleine Unternehmen oft wendiger sind und die großen sich ohnehin auf den Megatrend der Digitalisierung eingestellt haben.“

ARBEITEN IM REMOTE-MODUS

Auch die Stadtwerke haben massiv auf den Remote-Modus umgestellt und nennen es mobiles Arbeiten. Susanne Koch, Sachgebietsleiterin im Personalservice der swt, berichtet über insgesamt gute Erfahrungen. Hakelig wird es im Detail, zum Beispiel   wenn es um Absprachen und Übergaben geht: „Die Abstimmung muss sorgfältig sein, sonst klappt es nicht“, ist ihre Erkenntnis. Videokonferenzen haben sich bewährt, schnelle Datenleitungen sind dabei eine wichtige Voraussetzung. Und: „Man muss neue Konzepte entwickeln.“ So haben die swt die Rahmenzeiten fürs Arbeiten erweitert auf die Zeit zwischen 5 und 22 Uhr sowie den Samstag. Das macht dann das Unter-einen-Hut-Bringen von Kindern, Schule, Homeoffice und Haushalt erheblich leichter.

HOMEOFFICE-VERTRÄGE AUS DER SCHUBLADE

Und wie schaut es in anderen Tübinger Unternehmen aus? Wir fragten nach beim Narr Francke Attempto Verlag in Hirschau. „In den ersten Wochen gingen erst einmal alle ins Homeoffice“, berichtet Robert Narr, Geschäftsführer des umtriebigen Verlagshauses. „Das war zwar auch für uns eine Herausforderung, aber unterm Strich haben wir alles gut hinbekommen“, zieht er Bilanz über die vergangenen Monate. Der Verlag hatte sich mit dem Thema Homeoffice schon vorher auseinandergesetzt, bereits ausformulierte Verträge lagen quasi in der Schublade. Und da er sich schon vor anderthalb Jahren eine leistungsfähige Glasfaseranbindung der TüNet gesichert hatte, waren es eher Details wie die Beschaffung von weiteren Laptops oder Headsets, aber auch die Installation einer Cloud-Telefonanlage, die in kurzer Zeit gemanagt werden wollten. Viele der Kollegen haben sich mit einer Mischung aus Homeoffice und Arbeiten im Büro angefreundet. „Wir sind da relativ flexibel und können auf die Situation der einzelnen Mitarbeiter eingehen“, so Narr. Jedoch: „100 Prozent im Homeoffice bewährt sich eher nicht, der persönliche Kontakt ist einfach wichtig.“

Bei anderen Unternehmen hat sich gezeigt, dass die Umrüstung auf ein schnelles Glasfasernetz dringend notwendig ist. Denn auch nach der Corona Pandemie wird sich die Arbeitswelt nachhaltig verändern. Wege zu Meetings werden auch künftig in Teilen zu Gunsten von Telefonkonferenzen gespart werden. Und der ein oder andere Homeoffice Arbeitsplatz hat sich ja auch vielleicht bewährt. Es gilt also weiter an technischen Lösungen dranzubleiben, um für die Zukunft optimal aufgestellt zu sein.

Denn Corona hat unser aller Leben und Arbeiten nachhaltig aufgemischt. Für manche dringend nötige Veränderungen wirkt es wie ein Katalysator und bringt so einen Drive in Transformationsprozesse, die es sonst so schnell nicht gegeben hätte. Das hat am Ende dann doch auch etwas Gutes.

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