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Der Druck muss von unten kommen

"Druck von unten": TüNet engagiert sich im IHK-Digitalisierungsausschuss

Ausschuss neu gegründet

Dem wollen treibende Akteure im Umfeld der IHK Rechnung tragen und gründeten kürzlich den Digitalisierungsausschuss der IHK. Vorsitzender des neuen Unternehmer-Gremiums ist Robin Morgenstern. Der IHK-Vizepräsident und Vorstandsvorsitzende der Morgenstern AG findet: "Es wird Zeit, dass wir die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Digitalisierung anpacken und aktiv mitgestalten." Und das muss man tun, "bevor es zur Gesetzgebung kommt", weiß Morgenstern. Er feilt bereits an einer Reise nach Brüssel: Dort sollen Ausschussmitglieder mit den Verantwortlichen über Themen sprechen, die den Unternehmern wichtig sind. Die Sicherheit im Netz gehört dazu ebenso wie digitale Kommunikation oder der Schutz der Rechte von Urhebern.

Glasfaser fehlt

Auch beim Breitbandausbau sieht Robin Morgenstern dringenden Handlungsbedarf: "Der ist für die Unternehmer zentrales Thema und ein absoluter Standortfaktor -weil sich praktisch keine Firma mehr irgendwo ansiedelt, wo es keine Glasfaseranschlüsse gibt." Das ist dann essenziell für die ganze Region Neckar-Alb, denn auch hier ist die Versorgungslage mit Glasfaser nicht überall gleich gut. "Stand heute", erläutert Morgenstern, "können die volkswirtschaftlichen Potenziale der Digitalisierung nicht ausgeschöpft werden. Uns sind die Hände gebunden, weil an vielen Stellen die Geschwindigkeit zu Wünschen übriglässt": Glasfaser fehlt. Die Unternehmer engagieren sich für die Verzahnung von Förderprogrammen von Bund und Ländern, die heterogen sind und oft nicht miteinander verknüpft. Außerdem wollen sie die Netzwerkbetreiber, Kommunen, Landkreise und die Verbände einladen zum Dialog, um ihre Anliegen unkompliziert und unbürokratisch pushen zu können.

In die eigenen Reihen wirken

Der Digitalisierungsausschuss der IHK will aber auch in die eigenen Reihen wirken, so der Vorsitzende: "Wir als Unternehmensvertreter wollen dafür sorgen, das die Unternehmer gut aufgestellt sind." So hat die Akademie der IHK dafür einen ganzen Strauß an Angeboten zu IT- und Digital-Know how ins Programm aufgenommen. Sie ist da "breit aufgestellt" und bietet ein Komplettprogramm von Online-Marketing über Cybersicherheit bis hin zum Datenschutz.

Das alles will der neu gegründete Ausschuss in die Unternehmen tragen. Sein erklärtes Ziel: dass die Region federführend wird auf dem Gebiet der Digitalisierung. Das passt wiederum hervorragend zum Jahresthema der TüNet, die sich für 2018 die Regionalisierung auf die Fahnen geschrieben hat. Schließlich bedeutet Internet nicht zwingend, dass man mit China oder den Antillen kommunizieren muss, manchmal sitzen die Kollegen einfach einen Stock tiefer und die Geschäftspartner gleich ums Eck. Und auch die Beziehung Maschine und Mensch vollzieht sich womöglich im selben Raum und trotzdem digital.

Gute Kompetenz am Tisch

Die TüNet-Abteilungsleiterin Antje Fleischer findet es "super, dass es den Digitalisierungsausschuss jetzt gibt" und findet, "da sitzt gute Kompetenz am Tisch". Eine gewisse Ironie kann sie sich nicht verkneifen, wenn Sie sich wünscht, dass es "bis zu meiner Rente endlich mal eine Strategie gibt für die Digitalisierung. Und zwar nicht nur fürs Gewerbe, sondern für alle und für die gesamte Region!" Da sollten dann auch wirklich alle mit anpacken: nicht nur der Digitalisierungsausschuss der IHK, sondern auch die Politik auf allen Ebenen und alle, die mit digitaler Kommunikation zu tun haben, also beispielsweise auch Interessengruppen. Fleischers Wunsch: "Schlagkraft, die wir hoffentlich schnell aufbauen! Denn wir kommen um die Digitalisierung und ihre Folgen nicht drumrum, auch nicht im Kammerbezirk - der Druck muss von unten kommen."

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