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Bauboom mit Wachstumsschmerzen – Teil 3

Verkehr von morgen: Wird es bald eine RegioStadtbahn in Tübingen geben?

Große Dynamik auf der Oberen Viehweide

Schließlich und endlich wächst auch der Technologiepark auf der Oberen Viehweide (TTR): Dessen zweiter Abschnitt wird jetzt städtebaulich entwickelt. Im Moment gibt es dort um die 600 Arbeitsplätze. TTR Geschäftsführer Thomas Dephoff erwartet einen "Anstieg auf das Doppelte oder sogar eher mehr". Im Bereich Biotechnologie hat sich in Tübingen ein Cluster gebildet, das große Dynamik entfaltet. Dem Start-up-Status entwachsene Unternehmen wie beispielsweise die CeGaT GmbH bauen auf der Oberen Viehweide selbst und legen ihren Firmensitz ganz bewusst in diesen neuen Stadtteil.

Freihaltetrasse für die RegioStadtbahn

"Im Zuge dieser rasanten Entwicklung wird auch eine Trasse für die RegioStadtbahn freigehalten", erläutert Dephoff. Dass diese einen Schlenker durch die Obere Viehweide fährt, ist für ihn besonders wichtig, weil die Menschen damit direkt zu ihren Arbeitsplätzen kommen können. Und das ist allemal attraktiver, als wenn man noch weite Wege hätte. Die RegioStadtbahn ist ein deutlicher Gradmesser für die anstehenden Veränderungen in der Region Neckar-Alb und in Tübingen und Reutlingen, die beide ein außerordentliches Wachstum an den Tag legen. Dieses stellt enorme Anforderungen an die Mobilität der Zukunft. "Die RegioStadtbahn ist eine Lösung dafür", bricht Dr. Gernot Stegert eine Lanze für das ambitionierte Verkehrsprojekt. Der Chefredakteur des Schwäbischen Tagblatts ist überzeugt davon, dass sie mit ihrer hohen Transportkapazität den entscheidenden Beitrag leisten kann, ohne den die gesamte Region im Verkehr zu ersticken droht.

Entwicklung in die Höhe

Auch Dr. Gernot Steger sieht die Konkurrenz, die zwischen den unterschiedlichen Interessen wie Wohnen, Gewerbe und Umweltschutz entbrannt ist. Das fördert eine Entwicklung in die Höhe. Das Kriterium der Sichtachsen auf Schloss und Stiftskirche könnte dabei an Bedeutung verlieren, mutmaßt er, "denn hinter vorgehaltener Hand kommen die Diskussionen mehr in Gang als noch vor ein paar Jahren". Schließlich: "Mit dem wenigen Grund muss man gut umgehen."

Wachstumsschmerzen sind der Preis

Die Infrastruktur der Stadt wurde einst konzipiert für 60.000 Einwohner. Da sei es kein Wunder, "wenn die Stadtwerke nachrüsten, Leitungen erneuern und ihre Kapazität erhöhen". Schließlich leben und arbeiten immer mehr Menschen hier. Dem sind die alten Netze einfach nicht mehr gewachsen: "Wachstumsschmerzen" nennt Gernot Stegert das und hält die damit verbundenen Baustellen für absolut notwendig.

Wer will auf 40 Millionen Euro verzichten?

Und so sieht er die stürmische Entwicklung der Stadt "mit gemischten Gefühlen", doch am Ende sehr positiv: Der enorme Aufschwung produziert Steuereinnahmen in Rekordhöhen. "Wer will auf 40 Millionen Euro schon verzichten?", fragt Stegert. Und: "Über Jahrzehnte haben Straßen, Schulen und andere Dinge aus Geldmangel gelitten. Jetzt werden viele Sanierungen angepackt – gut, dass Tübingen sich diese Erneuerung leisten kann." Allerdings: Gerade bei den Schulen ist das schnelle Internet via Glasfaser noch nicht bei den Schülern angekommen: Nur in einer einzigen surfen sie bereits mit High Speed – alle anderen bauen immer noch aufs gestrige DSL. Es bleibt also noch einiges zu tun.

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