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Antriebe und Ladeinfrastuktur

Welche Antriebskonzepte gibt es?

  • Batterieelektrische Fahrzeuge (battery electric vehicles – BEV) sind Fahrzeuge mit Elektroantrieb, die ausschließlich eine Batterie als Energiequelle nutzen.
  • Plug-In Hybrid-Elektrofahrzeuge (hybrid electric vehicles - HEV) sind Fahrzeuge mit Elektro- und Verbrennungsantrieb die auch von außen mit Strom versorgt werden können – rein elektrische Reichweite >50 km.
  • Elektrofahrzeuge mit Reichweitenverlängerung (range extended electric vehicles – REEV) sind Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, die über einen Generator Strom erzeugen und somit die Reichweite verlängern – elektrische Reichweite sehr gering werden nicht von außen aufgeladen!

Welche Steckertypen gibt es für Elektrofahrzeuge?

Unterschieden werden Stecksysteme für

  • das AC-Laden (Wechselstrom) mit 230 V,
  • das AC-Laden mit 400 V,
  • das DC-Laden (Gleichstrom) sowie
  • das kombinierte AC/DC-Stecksystem.

Das IEC-Typ-2-Stecksystem ist mit allen aufgeführten Lademodi kompatibel. Dabei handelt es sich um ein in Deutschland entwickeltes und durch die Internationale Elektrotechnische Kommission (IEC) genormtes Ladestecksystem für Elektrofahrzeuge, das ab 2017 europaweiter Standard für die Fahrzeugladung ist.

Welche Lebensdauer hat ein Elektrofahrzeug?

Die Lebensdauer des Fahrzeugs hängt maßgeblich von der Batterie ab. Die Hersteller geben eine Garantie von acht Jahren darauf. Demnach ist die Lebensdauer auch mindestens so lange.

Wie bezahle ich an einer öffentlichen Ladesäule?

Die Abrechnung an öffentlichen swt-Ladestationen ist derzeit kostenlos. An anderen öffentlich E-Ladestationen erfolgt die Bezahlung meist über eine RFID-Karte oder Smartphone App.

Müssen die Batterien vor dem Laden vollständig leer sein?

Nein, eine Tiefenentladung sollte sogar vermieden werden, da sonst die Batterie geschädigt werden kann.

Was ist ein Ladepunkt?

Ein Ladepunkt ist die Verbindung eines Elektroautos mit dem Stromnetz. Wenn eine Ladesäule beispielsweise zwei Ladepunkte besitzt, können zwei Fahrzeuge gleichzeitig angeschlossen und geladen werden.

Welche Förderungen gibt es?

Für den Kauf von Elektroautos gibt es den sogenannten Umweltbonus: Beim Neukauf 4000 € für reine Elektrofahrzeuge und 3000 € für Plug-in-Hybride.

Eine Liste mit den geförderten Fahrzeugen gibt es beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder Sie fragen direkt beim Hersteller nach.

Erstzulassungen rein elektrisch betriebener Fahrzeuge bis 31.12.2020 werden 10 Jahre von der Kraftfahrzeugsteuer befreit.

Welche Reichweiten erreichen E-Autos?

Aktuell haben Elektrofahrzeuge Reichweiten von rund 120-160 km. Dies reicht 85 % der Bevölkerung für die tägliche Nutzung völlig aus, denn laut Kraftfahrtbundesamt werden ca. 40 bis 60 km täglich zurückgelegt.

Die elektrische Reichweite ist abhängig von der Batteriekapazität (in kWh), dem Fahrzeuggewicht, der Fahrzeugkonzeption (Plug-In-Hybrid oder Voll-Elektrofahrzeug), der Fahrweise (Beschleunigung und Geschwindigkeit) und Zusatzverbrauchern (Heizung und Klimaanlage etc.). Ihr E-Auto besitzt somit im Winter bei aufgedrehter Heizung einen höheren Verbrauch und somit eine geringere Reichweite.

So wird die Reichweite berechnet: Akkukapazität ÷ Verbrauch/100 km.
Beispiel: Bei einer Akkukapazität von 30 kWh und einem Verbrauch von 15 kWh/100 km ergibt sich eine Reichweite von 200 km.

Wo soll das E-Auto aufgeladen werden?

Geladen werden Elektroautos mittels eines Ladekabels und eines Stromanschlusses, meist über den Typ-2-Standard-Stecker an speziellen Ladesäulen oder Wallboxen. Im Ausnahmefall kann das Laden auch über eine normale Haushaltssteckdose (Schuko) erfolgen. Allerdings sind normale Haushaltssteckdosen bzw. deren Zuleitungen in der Regel nicht für eine solche Dauerbelastung ausgelegt sind.

Wie lange dauert ein Ladevorgang?

Wie lange dauert ein Ladevorgang?

Die Ladezeit hängt von der angeschlossenen Ladeleistung und der Leistung Ihres Autos ab. Bei einer Batteriekapazität von 22 kWh und einer Standard-Ladeleistung von 3,7 kW dauert die vollständige Ladung rund 7 Stunden. Die Ladedauer verkürzt sich bei höherer Ladeleistung entsprechend: bei einer Ladeleistung von 22 kW auf etwa 1 Stunde.

Im Vergleich zum konventionellen Tanken ist die Dauer dennoch lang. In der Regel sollten Sie deshalb Ihr Auto laden, wenn Sie es nicht benötigen, z. B. wenn Sie bei der Arbeit sind, während des Einkaufs oder nachts. So ist die Dauer des Ladevorgangs zweitrangig.

Für längere Fahrten gibt es zukünftig sogenannte Schnelllader, die es Ihnen ermöglichen in wenigen Minuten ca. XX % der Batteriekapazität zu laden.

Ist der Ladevorgang sicher?

Der Stromfluss wird durch ein integriertes Ladungsmanagementsystem automatisch nach der Vollladung beendet. In der Regel verursacht eine bleibende Stromverbindung nach der vollständigen Ladung weder Kosten noch Schäden.
Zukünftig wird die bestehende Verbindung sogar nutzbar sein, um das Fahrzeug zum Beispiel im Winter vorzuheizen, ohne dass die Batterie des Fahrzeugs dabei beansprucht wird.

Elektrofahrzeuge lassen sich auch bei Schnee und Regen sicher aufladen.

E-Laden zuhause

Sind Sie Eigentümer oder Mieter?

Als Mieter müssen Sie Ihren Vermieter bzw. den Eigentümer des Parkplatzes ansprechen.

Wo möchten Sie Ihren Ladepunkt errichten?

  • Tiefgarage: Brandschutz, Garagenverordnung
  • Garage: Denkmalschutz
  • Parkplatz im freien: Schutz vor Wetter, Vandalismus und Diebstahl, Baunutzungsverordnung / Netzanschluss

Wie viele solcher Ladepunkte benötigen Sie?

Beachten Sie hierbei ggf. auch eine Reserve für evtl. spätere Anschaffungen.

Welches Fahrzeug fahren Sie?

Batteriekapazität und Ladetyp beachten. Dies ist wichtig für den Anschluss an den Ladepunkt und die Ladeleistung die gebraucht wird.

Welche Ladeleistung benötigen Sie?

Wann möchten Sie Ihr Auto Laden? Über Nacht reicht in den meisten Fällen eine Ladeleistung von 3,7 kW. Empfehlenswert ist ein Ladepunkt mit 11 kW Leistung, der heruntergeregelt werden kann.

Wer wird an dem Ladepunkt laden?

Möchten nur Sie bzw. Ihre Familie die Ladestation nutzen oder sollen mehrere Bewohner / Nachbarn den Ladepunkt nutzen können? Dies ist wichtig für den Zugang zum Ladepunkt, der entweder über einen Schlüssel, eine  RFID Karte oder eine Smartphone App erfolgen kann. Bei mehreren Ladepunkten ist auch die Vernetzungsfähigkeit ein wichtiger Faktor.  Dies muss auch bei der Art der Abrechnung berücksichtigt werden.

Wie möchten Sie abrechnen?

Sie können entweder über Ihren eigenen Hauszähler angeschlossen werden, sodass Ihr Fahrstrom über Ihre normale Stromabrechnung abgerechnet.

Alternativ können Sie auch separat unseren Fahrstrom-Tarif TüStrom Bluegreen E-Mobil buchen. In diesem Fall benötigen Sie für Ihre Ladestation einen eigenen Stromzähler, der auch bei Mehrfachnutzung durch weitere Parteien notwendig sein kann.

3 Fragen an ...

Heiko Thomas, Projektleiter E-Mobilität bei den swt

1.000 Elektroautos bis 2020 im Kreis Tübingen: Ist das realistisch?

Das Interesse ist groß, wir bekommen sehr viele Anfragen zum Thema – daher bin ich optimistisch. Natürlich geht das nicht ohne attraktive Infrastruktur. Daher erarbeiten wir zusammen mit der Stadt ein schlüssiges Gesamtkonzept. Schon bis 2018 werden wir in unseren Parkhäusern, in Wohngebieten und an wichtigen Zufahrtswegen neue öffentliche Ladestationen einrichten. Die meisten Ladevorgänge finden aber zu Hause oder beim Arbeitgeber statt. Dafür brauchen wir standardisierte Angebote, Fahrstrom-Tarife und Dienstleistungspakete für die Kunden. Immer mehr Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern Ladepunkte an. Auch das fließt in unser Konzept ein.

Wie wirkt sich die zunehmende E-Mobilität auf das Stromnetz aus?

1.000 Fahrzeuge, die vor allem nachts Strom tanken, sind für das Netz kein Problem, auch wenn es punktuell verstärkt werden muss. Durch intelligente Technik können E-Autos in Zukunft sogar zur Netzstabilität beitragen, indem sie gezielt überschüssigen Strom aus erneuerbaren Quellen verbrauchen. Mehr Reserven sind für Schnellladepunkte nötig. Die Ladestandorte und das Stromnetz müssen daher passgenau ausgebaut werden.

Wie gehe ich vor, wenn ich einen eigenen Ladepunkt einrichten möchte?

Zunächst sollten Sie klären: Steht der Ladepunkt in einer Garage oder im Freien? Nutzen Sie ihn allein oder mit Nachbarn? Wird nachts geladen? Die nötige Leistung hängt vom Fahrzeugtyp und der Batteriekapazität ab. Für Privatkunden, Gewerbekunden und Arbeitgeber sind wir mit unserem Know-how gern als Ansprechpartner da!