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LebensPhasenHaus Tübingen: Nächster Schritt in die Zukunft

Das LebensPhasenHaus ist ein gemeinschaftliches Forschungsprojekt mit mehreren Partnern in Tübingen. (Foto: swt/de Maddalena)
Blick auf die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach des LebensPhasenHauses in Tübingen. (Foto: swt/Klett)

Strom vor Ort selbst zu erzeugen, davon den Großteil direkt zu verbrauchen und möglichst wenig überschüssigen Strom ins Netz einzuspeisen, so lautete die Zielsetzung des neuen swt-Energieprojekts. Das LebensPhasenHaus geht mit dem Einbau eines innovativen Energieversorgungssystems in eine neue Phase. Ein logischer Schritt, nachdem durch die Telekommunikationsabteilung der Stadtwerke TüNet bereits die digitale Glasfaserinfrastruktur als zukunftsweisende Technik ins Haus eingebaut wurde.

„Das LebensPhasenHaus ist für uns als Energieversorger und –dienstleister eine spannende Plattform. Uns war schnell klar, dass wir für dieses hochmoderne Haus ein innovatives Energieprojekt benötigen“, sagt swt-Geschäftsführer Ortwin Wiebecke und ergänzt: „Wir können das Haus damit weiter aufwerten und auch zeigen, wie ein intelligentes und Ressourcen sparendes Energiemanagement von morgen aussehen kann.“

Eine Photovoltaikanlage und ein Batteriespeicher sind jetzt Bausteine des innovativen Energiesystems. Bei der Installation beteiligte sich auch der Kooperationspartner BayWa r.e. Die Anlage wurde – anders als meist üblich – nicht nach Süden hin ausgerichtet, sondern wechselnd in Ost-West-Richtung. Das sorgt für eine bessere Verteilung der Stromerzeugung über den Tag hinweg: von den frühen Morgenstunden bis zum Abend kann die Anlage den Strombedarf des LebensPhasenHauses decken. Moduloptimierer sorgen für optimale Stromerträge auch wenn Teile der in Reihe geschalteten Solarpanels im Schatten liegen oder verschmutzt sind. Damit der Sonnenstrom nicht nur tagsüber genutzt werden kann wurde zusätzlich ein Batteriespeicher installiert, der gerade einmal die Größe eines Schuhkartons hat.

Intelligente Lösung für Stromausfall-Szenario

Der Speicher ist wichtig, besonders für den Fall eines Stromausfalls. Denn bei einem Blackout der allgemeinen Stromversorgung müssen sich sowohl die PV-Anlage als auch der Batteriespeicher vom öffentlichen Stromnetz trennen. Das ermöglicht es den Netztechniker, den Fehler am Netz gefahrenfrei zu beheben.  Die Folge: PV-Anlagenbetreiber müssen während des Stromausfalls – der im schlimmsten Fall durchaus auch länger andauern kann – auf Licht, Herd, Kühlschrank, Telefon und elektrische Installationen im Haus verzichten. Auch hierfür hat die neue Technik im LPH vorgesorgt. Damit die Anlage weiter genutzt werden kann, wurde eine Ersatzstromfunktion installiert. Das heißt: eine Umschalteinrichtung trennt die Anlage vom öffentlichen Netz und zusammen mit einem Batteriewechselrichter und der Energie aus den Akkus bildet sich ein eigenes sogenanntes ‚Inselnetz‘.  

Hanno Brühl, Bereichsleiter Energie und Innovation, erklärt: „Die Zukunft der Netze – wenn wir an Digitalisierung und Energiewende denken – könnte zu immer größeren Schwankungen im Stromnetz führen. In Tübingen hatten wir bislang glücklicherweise nur sehr selten und auch sehr kurze Stromausfälle. Unser Netz ist gut. Dennoch zeigt dieses Projekt, welche Möglichkeiten moderne Technologien bieten – vor allem für Stromkunden, die auf eine unterbrechungsfreie Stromversorgung angewiesen sind, wie bspw. ältere oder gehbehinderte Menschen mit Treppenlift. Die Verstärkung des Stromnetzes für jetzt aktuelle und zukünftige Anforderungen ist außerdem ein wichtiger Beitrag zur Energiewende. Im LebensPhasenHaus werden wir zukünftig noch weitere Experimente vorbereiten und damit an optimalen Lösungen für die Energiezukunft forschen.“

Projekt der Universität mit renommierten Partnern

Das Projekt LebensPhasenHaus ist ein Kooperations- und Verbundprojekt verschiedener Partner, darunter Schwörer Haus, die IHK Reutlingen und auch die Stadtwerke Tübingen, das vom Ministerium für Soziales und Integration teilfinanziert wurde und von der Eberhard Karls Universität Tübingen federführend koordiniert wird. Das Haus führt vor, wie die Zukunft generationenübergreifenden Wohnens aussehen kann: barrierefrei, individuell, technisch-digital durchdacht und auf die Bedürfnisse der Bewohner über Generationen hinweg ausgerichtet. Die Komponenten der modernen Energieversorgung ergänzt das bislang stark beachtete Forschungsprojekt.

Das LebensPhasenHaus kann immer freitags von 13:00 bis 17:00 Uhr durch interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger ohne Anmeldung besichtigt werden. Engagierte Technik Begleiterinnen und Begleiter stehen in dieser Zeit mit Informationen, Tipps und für Fragen zur Seite.

Informationen zum LebensPhasenHaus Tübingen finden sich auf der Internetseite des Projekts unter www.lebensphasenhaus.de

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