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E-Mobilität: Stadtwerke Tübingen bauen Ladeinfrastruktur kräftig aus

Oberbürgermeister Boris Palmer lässt sich von swt-Bereichsleiter Hanno Brühl die Funktionsweise der neuen E-Ladestation am Tübinger Freibad erklären. (Foto: swt/Möhrle)
Präsentierten die Ausbaupläne der Stadtwerke für die E-Ladeinfrastruktur in Tübingen (v.l.n.r.): Oberbürgermeister Boris Palmer, Ortwin Wiebecke (Geschäftsführer swt), Hanno Brühl (Bereichsleiter swt). (Foto: swt/Möhrle)
Die neue E-Ladestation am Tübinger Freibad mit zwei Ladepunkten ist seit Ende Mai in Betrieb. (Foto: swt/Schermaul)

Bereits in den ersten Monaten des Jahres 2018 nahmen die swt mehrere neue Ladestationen in Betrieb – vor der swt-Zentrale, am Freibad, im Quartier Alte Weberei und im Gewerbegebiet am Neckarbogen. Im Rahmen des Förderprogramms des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hatten sich die Stadtwerke um Fördergelder für deutlich mehr Ladestationen in Tübingen beworben – und sie hatten Erfolg. An insgesamt 19 Standorten werden die swt 44 Ladepunkte bis Ende 2019 installieren. Das entspricht einer Gesamtladeleistung von 958 Kilowatt. Ein Ladepunkt liefert eine Ladeleistung von 22 kW. Das ermöglicht ein schnelles Aufladen von zwei E-Fahrzeugen gleichzeitig an einer Ladesäule.

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer sagt: „Wir haben in Tübingen das Tankproblem für E-Autos gelöst: Schon jetzt haben wir rund 30 Ladepunkte, bis Ende 2019 kommen weitere 44 hinzu. Fehlende Infrastruktur ist kein Argument mehr gegen E-Autos.“

Ortwin Wiebecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen, sieht in dem Ausbauprogramm die Grundlage für neue Schubkraft bei der E-Mobilität in Tübingen: „Innerhalb recht kurzer Zeit bauen wir die Lade-Infrastruktur massiv aus. Damit investieren wir – auch mit Hilfe von Fördergeldern – in die häufig öffentlich geforderte Infrastruktur und schaffen auch Anreize dafür, den Umstieg auf ein E-Auto zu wagen. Mit den öffentlichen Ladestationen auf der einen und unseren Wallbox-Paketen für Eigenheimbesitzer für das Laden zuhause auf der anderen Seite bieten wir als Stadtwerke verschiedene Möglichkeiten, in die E-Mobilität einzusteigen.“

Werden alle Ladepunkte wie geplant umgesetzt, hat das Gesamtvorhaben ein Investitionsvolumen von rund einer halben Million Euro. Zwischen 35 und 40 Prozent Förderung erhalten die Stadtwerke über das Förderprogramm des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Den Rest übernehmen die swt selbst und bis zur Einführung eines Bezahlsystems auch die Kosten für das Stromtanken an bereits installierten Ladesäulen.

Laden zunächst kostenfrei – Bezahlsystem im Aufbau

Das Stromtanken an den Ladestationen ist zunächst für die E-Auto-Fahrer kostenfrei. Die Stadtwerke arbeiten derzeit am Aufbau eines Bezahlsystems mit fairen Zeittarifen. Die Abrechnung per Zeittarif soll die Autofahrer motivieren, den E-Lade-Parkplatz nach dem Ladevorgang wieder frei zu geben. Aktuell genügt es, den QR-Code auf der Ladesäule mit dem Smartphone zu scannen, um die Ladekabel mit dem derzeit gängigsten Standard Typ 2-Stecker zu entriegeln und den Ladevorgang zu beginnen. Die Stadtwerke arbeiten derzeit an einer swt-Lade-App, die das Stromtanken noch einfacher und komfortabler machen soll.

Weiterer Baustein für mehr E-Mobilität in Tübingen

Der groß angelegte Ausbau der Ladeinfrastruktur ist ein weiterer Baustein, wie die Stadtwerke Tübingen die Elektromobilität in der Universitätsstadt voranbringen wollen. Bereits im März hatten die swt gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner BLUEmobility ihren rein elektrisch betriebenen TüStrom-Roller vorgestellt – als echte Alternative in der Stadt für Autos und herkömmlich motorisierte Zweiräder (http://www.tuestrom-roller.de/).

Auf ihren Internetseiten informieren die Stadtwerke Tübingen über verschiedene Aspekte der E-Mobilität unter . Dort sind auch alle aktuell fertig installierten E-Ladestationen auf einer Übersichtskarte dargestellt.

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