
30 % des Tübinger Strombedarfs produzieren wir selbst - emissionsarm aus Erdgas, mit Wasserkraft und Sonnenenergie.
Kraft-Wärme-Kopplung
Der größte Teil stammt aus Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Sie sind effizienter, denn die Heizkraftwerke geben die bei der Stromerzeugung anfallende Wärme nicht einfach als Abwärme an die Umwelt ab. Mit speziellen Wärmetauschern kann die Wärme aufbereitet und in die angeschlossenen Tübinger Fernwärmenetze eingespeist werden. Der Einsatz dieser Technik trägt wesentlich zum Schutz von Ressourcen bei.
Erneuerbare Energien
Seit vielen Jahren setzen wir auf die Nutzung erneuerbarer Energiequellen und bauen unser Engagement weiter aus. Energieträger Nr. 1 ist die Wasserkraft. In Wasserkraftwerken am Neckar wird schon seit Beginn des vergangenen Jahrhunderts umweltfreundlich und klimaschonend Strom erzeugt. So produziert das neue Flusskraftwerk der Energie Horb am Neckar GmbH, an der die Stadtwerke Tübingen mit zwei Dritteln beteiligt sind, rund 2,3 Mio. Kilowattstunden pro Jahr an Strom aus Wasserkraft. Dies reicht aus um rund 600 Vier-Personen-haushalte umweltfreundlich mit Strom aus Wasserkraft zu versorgen. Darüber hinaus betreiben wir mehrere Fotovoltaikanlagen im Stadtgebiet.
Stromproduktion und CO2-Einsparung 2010
| Durch Kraft-Wärme-Kopplung
inkl. Gemeinschaftskraftwerk Tübingen |
80,6 Mio. kWh | 10.774 t |
| Laufwasserkraftwerke | 9,9Mio. kWh | 5.028 t |
| Fotovoltaikanlagen | 0,3 Mio. kWh | 152 t |
| Wasserkraft durch Entspannungsturbinen
(in Trinkwasserbehältern) |
1,1 Mio. kWh | 570 t |
| Wind | 0,1 Mio. kWh | 56 t |
| Gesamt | 92,0 Mio. kWh | 16.580 t |
Ausbau der Erzeugungskapazitäten
Die umweltfreundliche Technik der Kraft-Wärme-Kopplung wird durch den Neubau weiterer KWK-Anlagen ausgebaut. Im Jahr 2010 wurde das BHKW Herrlesberg saniert und eine Mini-KWK-Anlage in der Turnhalle Pfrondorf eingebaut.
Für 2011 ist der Einbau von BHKW-Modulen in den Heizzentralen, im Freibad, in der Walter-Erbe-Realschule, im Sudhaus, in der Grund- und Hauptschule Ammerbuch/Altingen sowie in der Grundschule/Mehrzweckhalle Hirschau geplant.
Um das große Potenzial der erneuerbaren Energien in Zukunft noch besser ausschöpfen zu können, sollen neben Wasserkraft und Sonnenenergie auch die beiden Energiequellen Biomasse und Windkraft an Bedeutung gewinnen.